Szekler: Erotik

Ungarische Bevölkerungsgruppe in Siebenbürgen, Rumänien

Sprache

Ungarisch, Székely-Dialekt (Uralisch, Finno-Ugrisch); Rumänisch als Staatssprache

Teil der Sprachfamilie: uralische Sprachen

Religion

Römisch-katholische Mehrheit in den Becken von Csík und Gyergyó; reformiert (calvinistisch) stark in Háromszék und Udvarhely; bedeutende unitarische Minderheit

Region

Osteuropa

Über: Szekler

Die Székler sind Ungarn, die sich nie ganz damit abfinden konnten, nur Ungarn zu sein. Rund eine halbe Million von ihnen lebt im östlichen Bogen der Karpaten in Rumänien, in den Kreisen Harghita und Covasna sowie im östlichen Teil von Mureș, einem Hügelland, das sie Székelyföld, das Land der Székler, nennen. Hier ist Ungarisch die Sprache des Marktes, der Kirche und des Rathauses, während Rumänisch die Sprache des Staates ist. Sie bilden die größte geschlossen siedelnde ungarischsprachige Bevölkerung außerhalb Ungarns, und sie leben tief im Inneren Rumäniens, weit entfernt von der ungarischen Grenze, was alles andere an ihrer Lage bestimmt. Über ihre Herkunft wird gestritten, über ihre mittelalterliche Aufgabe nicht. Die ungarischen Könige hielten sie an der östlichen Grenze als erbliche Wehrklasse: Jeder Székler schuldete bewaffneten Dienst, und dafür hielten sie ihr Land als freie Männer statt als Leibeigene, zumindest im Prinzip. Ihre Angelegenheiten regelten sie über Stühle statt über Komitate, Csík, Gyergyó, Udvarhely, Háromszék, Marosszék und die Exklave Aranyosszék, und seit 1437 zählten sie neben dem ungarischen Adel und den Siebenbürger Sachsen zu den drei privilegierten Nationen Siebenbürgens. Diese Erinnerung an eine Freiheit, die man von Rechts wegen und nicht durch Gnade besaß, prägt bis heute die Politik der Székler. Als die Habsburger sie 1764 in reguläre Grenzregimenter zwingen wollten, endete der Protest bei Madéfalva in einem Massaker, und die Familien, die über die Berge flohen, wurden zu den Bukowina-Székler, 1941 nach Woiwodina umgesiedelt und dann in die Komitate Tolna und Baranya in Ungarn weitergetrieben, wo ihre Nachfahren noch leben.

Die Sprache ist Ungarisch, eine uralische Sprache ohne Verwandte unter ihren romanischen, slawischen und germanischen Nachbarn, hier gesprochen in einem Dialekt, der ältere Wörter bewahrt und den Ruf trockenen, unbeirrbaren Witzes trägt, den andere Ungarn als Góbé-Humor bezeichnen. Die Székler haben auch ein Runenalphabet bewahrt, die Rovás-Schrift, einst in Torpfosten und Kirchbalken geritzt und heute als Zeichen ihrer Identität auf Ortsschilder gemalt. Die Religion folgt regionalen Linien. Das Csíker Becken ist fest römisch-katholisch und beherbergt die Pfingstwallfahrt in Csíksomlyó, die größte ungarisch-katholische Versammlung überhaupt. Háromszék und Udvarhely neigen zum reformierten Bekenntnis, und die Region beherbergt einen großen Anteil der siebenbürgischen Unitarier, einer Kirche, die aus dem Toleranzedikt von Torda von 1568 hervorging, einer der frühesten rechtlichen Garantien religiöser Toleranz in Europa. Geschnitzte Holztore der Székler, hoch genug für einen beladenen Heuwagen, stehen noch heute vor den Bauernhöfen. Trianon überließ die Region 1920 Rumänien, der Zweite Wiener Schiedsspruch gab sie 1940 an Ungarn zurück, und 1947 fiel sie endgültig wieder an Rumänien. Unter dem Kommunismus war sie kurzzeitig eine ungarische Autonome Region und heute führt sie eine beharrliche, weitgehend friedliche Kampagne für territoriale Autonomie unter einer blau-goldenen Flagge mit Sonne und Mond, deren Entfernung von öffentlichen Gebäuden rumänische Gerichte wiederholt angeordnet haben.

Überblick

Die Szekler, auch Székler oder selten Sekler genannt, sind eine ungarischsprachige Bevölkerungsgruppe im Osten Siebenbürgens, im Zentrum des heutigen Rumäniens. Im Jahr 2002 wohnten im historischen Szeklerland rund 670.000 Ungarn, zumeist Szekler, sowie etwa 407.000 Rumänen und kleinere Gruppen wie Roma, Juden, Deutsche und Armenier. Die Szekler sprechen eine eigene Mundart des Ungarischen, die mehr Wörter turksprachiger Herkunft enthält als die Dialekte in Ungarn. Das Land war in sieben Stuhlbezirke gegliedert. Die Bevölkerung gehört teils der römisch-katholischen, teils der calvinistischen und teils der unitarischen Kirche an. Eine abgetrennte Gruppe von 10.000 bis 15.000 Menschen lebt um die Stadt Turda.

Ihre Herkunft gilt als ungeklärt. Der Name Siculi ist erstmals 1116 belegt. Nach einer Umsiedlung in den Osten und die Mitte Siebenbürgens bildeten sie eine Rechtsgemeinschaft mit weitgehender Selbstverwaltung, die bis 1867 bestand. Als Grenzwächter des Königreichs Ungarn genossen sie königliche Privilegien und hatten bis ins späte 18. Jahrhundert ein eigenes Recht. 1438 zählten sie zu den drei Nationen Siebenbürgens. Im 19. Jahrhundert begannen sie, sich als Teil der Magyaren zu verstehen. Seit dem 18. Jahrhundert zogen viele in die Moldau, nach Bukarest, Klausenburg und Budapest. 1920 kam ihr Gebiet durch den Vertrag von Trianon an Rumänien, 1940 vorübergehend zurück an Ungarn und 1944 erneut an Rumänien. Bei Volkszählungen können sie dort „Szekler“ als Nationalität angeben.

Quelle: Wikipedia, „Szekler“

Verwandte ethnische Gruppen

Gruppen mit gleichem Heimatland, gleicher Region, Sprache oder religiöser Tradition wie Szekler. Sie sind wahrscheinliche Kandidaten für einen vergleichenden Phänotypenvergleich.

Typische Phänotypen: Szekler

Referenz für die KI-Generierung: Haare, Augen, Haut, Gesichtsstruktur, Körperbau

Mitteleuropäisches Erscheinungsbild: helle Haut, Haarfarbe von blond bis dunkelbraun, mittlere Statur, ohne Merkmale, die sie von den benachbarten Ungarn oder Rumänen unterscheiden. Die traditionelle Männertracht besteht aus einem weißen Leinenhemd, einer engen weißen Wollhose namens harisnya mit schwarzem Kordelbesatz, einer dunklen Weste und einem schwarzen Hut; Frauen tragen eine weiße Bluse, einen Faltenrock, ein schwarzes oder dunkles Mieder und eine Schürze, mit einem Kopftuch für verheiratete Frauen. Die Tracht ist schlichter als die reich bestickte ungarische Tracht aus Kalotaszeg oder dem Matyó-Land und erscheint heute hauptsächlich bei der Wallfahrt nach Csíksomlyó, bei Hochzeiten und Volksfesten.

Häufig gestellte Fragen: Szekler

Welche Sprache sprechen Szekler?

Szekler: Hauptsprache ist Ungarisch, Székely-Dialekt (Uralisch, Finno-Ugrisch); Rumänisch als Staatssprache.

Welche Religion praktizieren Szekler?

Szekler: vorherrschende Religion ist Römisch-katholische Mehrheit in den Becken von Csík und Gyergyó; reformiert (calvinistisch) stark in Háromszék und Udvarhely; bedeutende unitarische Minderheit.