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Dailamiten: Erotik
Daylami, heute ausgestorben (Indogermanisch, Nordwestiranisch)
Zoroastrismus und lokale Traditionen vor dem Islam; ab dem 9. und 10. Jahrhundert überwiegend zaiditisch-schiitischer Islam, später auch zwölferschiitische und nizaritisch-ismailitische Schia
Überblick
Die Dailamiten, auch Deylamiten genannt, waren ein iranisches Volk im Bergland südlich des Kaspischen Meeres. Ihre Heimat Dailam lag im Elburs-Gebirge zwischen Gilan und Tabaristan. Frühe zoroastrische und christliche Quellen deuten allerdings auf Ursprünge am Tigris, wo noch heute iranischsprachige Gruppen wie die Dimli leben. Ihre Sprache, das Deilami, war ein nordwestiranischer Dialekt, ähnlich dem der benachbarten Gilaker. Durch den Missionar Johannes von Dailam verbreitete sich unter ihnen der Nestorianismus. Unter den Sassaniden waren sie als Fußsoldaten gefragt, und byzantinische Autoren wie Prokop und Agathias beschrieben sie als kampferprobt. Der Feldherr Wahriz, der 570 den Jemen eroberte, war vermutlich dailamitischer Herkunft.
Nach der persischen Niederlage bei Kadesia liefen dailamitische Leibwächter zu den Arabern über und wurden Muslime. Ihr Heimatland aber widerstand der arabischen Eroberung unter eigenen Anführern über Jahrhunderte, und die Abbasiden kontrollierten nur Teile der Region. Unter Harun al-Raschid fanden verfolgte Schiiten, darunter Aliden, bei den mehrheitlich heidnischen Dailamiten Zuflucht, und von ihnen ging die Hinwendung zum schiitischen Islam aus. Eine starke iranische Identität blieb erhalten. In den 930er Jahren entstand die dailamitische Dynastie der Buyiden, die bis zur Ankunft der Seldschuken Mitte des 11. Jahrhunderts weite Teile Persiens beherrschte. Als mögliche heutige Nachkommen gelten die Zaza, die sich Dimli nennen; der Name wird von Dailam abgeleitet.
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Häufig gestellte Fragen: Dailamiten
Welche Sprache sprechen Dailamiten?
Dailamiten: Hauptsprache ist Daylami, heute ausgestorben (Indogermanisch, Nordwestiranisch).
Welche Religion praktizieren Dailamiten?
Dailamiten: vorherrschende Religion ist Zoroastrismus und lokale Traditionen vor dem Islam; ab dem 9. und 10. Jahrhundert überwiegend zaiditisch-schiitischer Islam, später auch zwölferschiitische und nizaritisch-ismailitische Schia.
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