Juden aus Georgien: Frau, Phänotyp-Referenz

Juden aus Georgien: Erotik

Religiöse Minderheit der Juden in Georgien

Andere NamenGeorgische Juden

Sprache

Georgisch (Kartwelisch), einschließlich des jüdisch-georgischen Registers Kivruli; Hebräisch (Afroasiatisch) für Liturgie und Alltag in Israel; Russisch (Indogermanisch) als Zweitsprache

Religion

Judentum, traditionell observant, mit einer Liturgie nahe dem sephardischen Ritus

Region

Westasien

Überblick

Die georgischen Juden sind eine alteingesessene religiöse Minderheit Georgiens, die sich seit etwa zwei Jahrtausenden belegen lässt; eine Legende nennt sogar das sechste vorchristliche Jahrhundert als Beginn. Ihre traditionelle Sprache ist das Judäo-Georgisch, auch Qiwruli genannt. Es steht dem Georgischen nahe, enthält hebräische und aramäische Lehnwörter und wurde herkömmlich in hebräischer Schrift geschrieben. Von ihnen zu unterscheiden sind die später zugewanderten Aschkenasim sowie die Bergjuden im Kaukasus, die eigene Sprachen und Traditionen pflegen. Bis zu den Auswanderungswellen ab den 1970er Jahren lebten fast alle georgischen Juden in Georgien, 1959 etwa 43.000. Heute wird ihre Zahl weltweit auf 80.000 bis 90.000 geschätzt, die meisten leben in Israel. In Georgien selbst zählte die Volkszählung 2014 nur noch rund 1400. Größere Gruppen gibt es in den USA, kleinere in Kanada, Belgien, Österreich und Deutschland.

Erste archäologische Funde in Mzcheta stammen aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Frühe christliche Heiligenviten erwähnen jüdische Gestalten, und im Mittelalter berichteten Reisende wie Benjamin von Tudela und Petachja aus Regensburg über die Gemeinden. Im 13. Jahrhundert führten die Zerstörungen durch den Choresm-Schah und die Mongolen viele Familien nach Westgeorgien, wo neue Gemeinden entstanden. Sie arbeiteten als Winzer, Händler, Handwerker und Musikanten, andere waren leibeigene Bauern. Bis ins 19. Jahrhundert blieb das Zusammenleben mit der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit weitgehend frei von Verfolgung. Erst unter russischer Herrschaft ab 1801 kam es zu Übergriffen, Ritualmordprozessen und 1895 zu einem Pogrom, die mit dem Ersten Weltkrieg endeten.

Quelle: Wikipedia, „Georgische Juden“

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Häufig gestellte Fragen: Juden aus Georgien

Welche Sprache sprechen Juden aus Georgien?

Juden aus Georgien: Hauptsprache ist Georgisch (Kartwelisch), einschließlich des jüdisch-georgischen Registers Kivruli; Hebräisch (Afroasiatisch) für Liturgie und Alltag in Israel; Russisch (Indogermanisch) als Zweitsprache.

Welche Religion praktizieren Juden aus Georgien?

Juden aus Georgien: vorherrschende Religion ist Judentum, traditionell observant, mit einer Liturgie nahe dem sephardischen Ritus.