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Quilombolas: Erotik
Portugiesisch (Indogermanisch, Romanisch); einige Gemeinschaften bewahren afrikanisch geprägte Wortschätze, etwa Cupópia in Cafundó, São Paulo
Überwiegend katholisch, oft um Schutzheilige und Festtage zentriert; wachsende evangelikal-protestantische Präsenz; afrobrasilianische Religionen wie Candomblé und Umbanda in einigen Gemeinschaften
Überblick
Quilombolas werden die Bewohner der brasilianischen Quilombos und deren heutige Nachkommen genannt. Quilombos entstanden in der portugiesischen Kolonialzeit als Siedlungen von Menschen, die der Sklaverei entkommen waren. Der Begriff geht auf die Bantusprachen Kikongo und Kimbundu zurück und meint eine Wohnstätte. Besonders gut verteidigte Gemeinschaften hießen zeitgenössisch auch Mocambos. Die bekannteste Gründung war Palmares im heutigen Bundesstaat Alagoas. Sie existierte von 1630 bis 1694, zählte zeitweise bis zu 30.000 Menschen und überstand mehrere Feldzüge, bis eine Truppe unter Domingos Jorge Velho sie auslöschte. An den Tod ihres letzten Anführers Zumbi erinnert in Brasilien der 20. November als Tag des schwarzen Bewusstseins.
Obwohl der Widerstand der Quilombos schon im 17. Jahrhundert gebrochen wurde, blieben viele Siedlungen bestehen. Wie viele Territorien es heute gibt, ist unklar; die Schätzungen reichen grob von 1.000 bis 10.000, da sich zahlreiche Gemeinschaften erst noch selbst als Quilombolas verstehen lernen. Im Amazonasgebiet am Trombetas leben einige Tausend Menschen in befestigten Dörfern und pflegen überlieferte Formen des Jagens, Sammelns und Wirtschaftens. Seit 1988 sichert die brasilianische Verfassung ihre Landrechte. In der Trombetas-Region wurden jedoch langfristige Abbaurechte vergeben, was Umsiedlungen und Umweltschäden nach sich zog. Der Künstler und Politiker Abdias do Nascimento prägte um 1980 den Begriff Quilombismo für Solidarität und gemeinschaftlichen Widerstand.
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Häufig gestellte Fragen: Quilombolas
Welche Sprache sprechen Quilombolas?
Quilombolas: Hauptsprache ist Portugiesisch (Indogermanisch, Romanisch); einige Gemeinschaften bewahren afrikanisch geprägte Wortschätze, etwa Cupópia in Cafundó, São Paulo.
Welche Religion praktizieren Quilombolas?
Quilombolas: vorherrschende Religion ist Überwiegend katholisch, oft um Schutzheilige und Festtage zentriert; wachsende evangelikal-protestantische Präsenz; afrobrasilianische Religionen wie Candomblé und Umbanda in einigen Gemeinschaften.
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