Tschuwanen: Erotik

Sprache

Russisch, einschließlich des eigenen Markowo-Altsiedlerdialekts (Indogermanisch), und Tschuktschisch (Tschuktschisch-Kamtschadalisch) bei Hirtenfamilien. Die angestammte Tschuwanische Sprache (Jukagirisch) ist ausgestorben.

Religion

Russisch-orthodox seit dem 18. Jahrhundert, daneben fortbestehende vorchristliche Praktiken rund um Jagd, Rentiere und die Toten.

Region

Nordasien

Überblick

Die Tschuwanen, auch Tschuwanzen genannt, bezeichnen sich selbst als Etel oder Etal. Sie sind ein indigenes Volk im Nordosten Russlands, vor allem im Autonomen Kreis der Tschuktschen und im Gebiet Magadan, und gelten dort als eines der kleinen Völker des Nordens. Im 17. Jahrhundert siedelten sie an mehreren Flüssen der Region, darunter Anjui, Tschaun und Paljawaam. Mit der russischen Expansion nach Ostsibirien wurden sie tributpflichtig und kämpften später an der Seite der Russen gegen Tschuktschen und Korjaken. Nach schweren Verlusten suchten viele Schutz bei russischen Garnisonen, zunächst in der Festung am Anadyr, dann in Gischiginsk. Dabei vermischten sich Teile des Volkes mit russischer, korjakischer und tschuktschischer Bevölkerung. Eine Gruppe wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Markowo am Anadyr sesshaft und passte sich stark an die russische Kultur an, andere zogen weiterhin als Nomaden umher.

Heute sprechen Tschuwanen Russisch oder Tschuktschisch. Ihre ursprüngliche Sprache erlosch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ob sie eine eigenständige, dem Jukagirischen nahe verwandte Sprache oder nur eine Mundart davon war, ist in der Forschung umstritten. In der Sowjetzeit wurden sie lange den Tschuktschen zugerechnet; 1989 bekannten sich rund 1500 Menschen zu ihnen, 2010 zählte man in Russland etwa 1000, die meisten in Tschukotka. Traditionell lebten sie von Rentierzucht, Jagd, Fallenstellerei und Fischfang. Seit der Missionierung im 17. und 18. Jahrhundert sind sie orthodoxe Christen, wobei animistische Vorstellungen und Opferrituale, vor allem bei den halbnomadischen Rentierzüchtern, fortbestehen. Die sesshaften Tschuwanen leben heute meist vom Fischfang oder arbeiten in der Gemeindeverwaltung.

Quelle: Wikipedia, „Tschuwanen“

Verwandte ethnische Gruppen

Gruppen mit gleichem Heimatland, gleicher Region, Sprache oder religiöser Tradition wie Tschuwanen. Sie sind wahrscheinliche Kandidaten für einen vergleichenden Phänotypenvergleich.

Häufig gestellte Fragen: Tschuwanen

Welche Sprache sprechen Tschuwanen?

Tschuwanen: Hauptsprache ist Russisch, einschließlich des eigenen Markowo-Altsiedlerdialekts (Indogermanisch), und Tschuktschisch (Tschuktschisch-Kamtschadalisch) bei Hirtenfamilien. Die angestammte Tschuwanische Sprache (Jukagirisch) ist ausgestorben..

Welche Religion praktizieren Tschuwanen?

Tschuwanen: vorherrschende Religion ist Russisch-orthodox seit dem 18. Jahrhundert, daneben fortbestehende vorchristliche Praktiken rund um Jagd, Rentiere und die Toten..